Globale Koalition für psychische Gesundheit von Jugendlichen ruft Privatwirtschaft zum Handeln auf

Die von UNICEF geführte «Global Coalition for Youth Mental Health» ruft dazu auf, der psychischen Gesundheit von Jugendlichen weltweit mehr Beachtung zu schenken. Bereits vor der Corona-Krise war die psychische Gesundheit von Jugendlichen ein wichtiges Thema. Nun darf es nicht länger vernachlässigt werden. Länder müssen mehr in die psychische Gesundheit investieren, um sicher zu stellen, dass Jugendliche und Betreuungspersonen die Unterstützung erhalten, die sie benötigen. Dem Privatsektor kommt dabei eine wichtige Rolle zu. 

Mädchen sitzt vor Wandtafen

Psychische Gesundheit und psychosoziales Wohlbefinden sind wichtige Bausteine für die gesunde Entwicklung jedes Kindes. Geschätzt lebt weltweit jedoch 1 von 7 Jugendlichen im Alter von 10 bis 19 Jahren* mit einer diagnostizierten psychischen Erkrankung. Beinahe 46 000 Jugendliche sterben jährlich durch Suizid. Die Pandemie hat die bereits gravierende Situation weiter verschärft. 

Dennoch sind Massnahmen für die psychische Gesundheit weltweit nach wie vor stark unterfinanziert, was verheerende Folgen hat – sowohl für Erwachsene als auch für Kinder. Zudem zahlen wir einen hohen ökonomischen Preis dafür: Beinahe 390 Milliarden USD an menschlichem Potenzial gehen jährlich aufgrund fehlender Investitionen weltweit verloren.

Ein Aufruf zum Handeln

In einem neuen Aufruf fordert die «Global Coalition for Youth Mental Health» deshalb den Privatsektor dazu auf, sich stärker für die psychische Gesundheit von jungen Menschen einzusetzen. Spezifisch sollen Unternehmen: 

  1. Investitionen in die psychische Gesundheit von Jugendlichen erhöhen. Unternehmen werden dazu aufgefordert, die Mittelbeschaffung für die psychische Gesundheit von Jugendlichen zu unterstützen, mit einem Fokus auf ressourcenarme und fragile Kontexte, wie z.B. dem Flüchtlingskontext. Unternehmen werden ermutigt, die globale Koalition zu unterstützen und Mittel für Programme zur Förderung der psychischen Gesundheit von Jugendlichen, wie zum Beispiel Programme von UNICEF, bereitzustellen.
  2. Ihren Einfluss nutzen, um sich für die psychische Gesundheit von jungen Menschen stark zu machen – über gemeinsame Netzwerke, Plattformen und andere Kanäle. Mit gemeinsamen Kräften kann die Privatwirtschaft eine Schlüsselrolle dabei spielen, Wirtschaftsführer, Entscheidungsträger und Interessenvertreter zu sensibilisieren und zum Handeln aufzurufen. 
  3. Eine Arbeitskultur fördern, welche die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden von Mitarbeitenden in den Vordergrund stellt. Unternehmen haben eine Verantwortung, respektvolle, sichere und gesunde Arbeitsplätze zu schaffen, in denen die psychische Gesundheit von Mitarbeitenden (und indirekt ihrer Familien) unterstützt wird. 

Zur «Global Coalition for Youth Mental Health»

Die «Global Coalition for Youth Mental Health» wurde im April 2022 von UNICEF, mit der Unterstützung der Z Zurich Foundation, ins Leben gerufen. Die Koalition ist eine strategische Allianz von Unternehmen, welche bis dato Jo Malone London, Spotify, Zurich Insurance Group und Z Zurich Foundation als Mitglieder zählt. 

Koalitionsmitglieder bündeln ihre Ressourcen, um sich weltweit für die psychische Gesundheit von Jugendlichen stark zu machen. Gemeinsam haben sie es sich zum Ziel gesetzt, die sozialen und emotionalen Kompetenzen von Jugendlichen zu fördern und ein unterstützendes Umfeld zu schaffen, welches 30 Millionen junge Menschen in 30 Ländern bis zum Jahr 2030 begünstigen soll. 

In der Schweiz ansässige Unternehmen, welche Interesse haben, die Koalition zu unterstützen, melden sich bei Asa Sjöberg-Langner, Bereichsleiterin Partnerships & Philanthropy UNICEF Schweiz und Liechtenstein: a.sjoeberg-langner@unicef.ch